VISA

Visa-Aktie: Kurs- und Preisanalyse vor dem Kauf

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Grafik bereitgestellt von Tradingview

Sie haben vielleicht bereits festgestellt, dass sich im Bankensektor nur wenige Unternehmen auf den Bereich von Zahlungsmitteln wie Kreditkarten spezialisiert haben. Einer der Marktplayer, die in diesem Geschäft hohe Umsätze erzielen, ist das Unternehmen Visa, dessen Wertpapiere an der Börse notieren. Nachfolgend also einige Informationen über die Tätigkeiten des Unternehmens sowie Hinweise, wie Sie im Rahmen einer Investitionsstrategie den Kurs objektiv und richtig analysieren.

Faktoren, die den Kurs dieses Vermögenswerts beeinflussen können:

Analyse Nummer 1

Chancen können sich im Besonderen in Schwellenmärkten ergeben. Da Kreditkarten dort noch nicht so verbreitet sind, stellen diese Länder vielversprechende Märkte für Visa und die direkten Konkurrenten dar. Eine gute Verankerung in diesen Märkten zu erreichen, ist daher eine wichtige Herausforderung in den kommenden Jahren für Visa. Insofern sollte man auf mögliche Vertragsabschlüsse und sonstige Informationen in Zusammenhang mit diesen Schwellenländern achten.

Analyse Nummer 2

Der steigende Einsatz von Kreditkarten zulasten beispielsweise von Bargeld ist eine vielversprechende Entwicklung, die Visa dabei helfen könnte, den Kundenstamm weiterhin auszubauen. Die Zahlungstransaktionen, die mit diesen Karten ausgeführt werden, nehmen nämlich Jahr für Jahr zu.

Analyse Nummer 3

Die starke Ausweitung von Internet und Onlinehandel hat dem Einsatz von Kreditkarten ebenfalls starken Aufwind verliehen. Dank eines hohen Sicherheitsniveaus bei Onlinezahlungen mit Kreditkarte positioniert Visa sich in diesem Bereich extrem gut. Ein weiterer technologischer Trend, den Visa erkannt hat, ist die ganz neue Art der Bezahlung mit dem Handy. Es geht darum, Einkäufe kontaktlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Dieser neue Markt befindet sich in zahlreichen Ländern voll im Wachstum.

Analyse Nummer 4

Im Rahmen der EU-Richtlinie Basel III wird Visa zwar als Akteur im Bankwesen betrachtet, unterliegt jedoch nicht allen gültigen strengen Regelungen dieser Branche, was das Unternehmen vor einigen Risiken schützt.

Analyse Nummer 5

Seit einigen Jahren unterliegt das Produkt- und Dienstleistungsangebot von Visa einem starken Druck durch neu entstandene elektronische Zahlungsmöglichkeiten, die eine neue Art der Konkurrenz darstellen. Dazu gehören zum Beispiel elektronische Geldbörsen wie PayPal – ein Unternehmen, das im Übrigen ein Kunde von Visa ist – oder die in jüngster Zeit entwickelten virtuellen Währungen wie Bitcoins bzw. andere E-Währungen, die durch den Onlinemarkt voll im Aufwind sind.

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Allgemeine Informationen über das Unternehmen Visa

Umfassendes Wissen über den Konzern Visa und seine Aktivitäten sind eine Voraussetzung, um die zukünftige Kursentwicklung des Wertpapiers einschätzen zu können. Dies hilft dabei, die Chancen zu erkennen, die sich dem Unternehmen in der Zukunft möglicherweise bieten, beziehungsweise die Risiken denen es unter Umständen ausgesetzt ist.

Visa ist ein amerikanisches Unternehmen, das auf die Entwicklung von Angeboten für den Zahlungsverkehr spezialisiert ist. Bekannt sind vor allem die Zahlungskarten von Visa.

Um die Aktivitäten des Unternehmens besser einordnen zu können, sollte man sich die beiden Geschäftsbereiche ansehen.

  • Die Hauptaktivität von Visa ist die Ausgabe von Zahlungskarten. Das Angebot in diesem Bereich umfasst Kreditkarten, Debitkarten, Onlinezahlungskarten, Prepaidkarten und andere Arten von Karten unter den Marken Visa, Visa Electron, PLUS, Interlink und V Pay.
  • Der übrige Umsatz wird mit der Erbringung von Serviceleistungen erzielt. Visa bietet seinen Kunden Beratung, Support, Informationsdienstleistungen, Sicherheits- und Authentifizierungssysteme und andere Services an.

Obwohl das Unternehmen in den Vereinigten Staaten sitzt, erwirtschaftet es den größten Teil seines Umsatzes (53,7 %) außerhalb der USA.

Laut dem Jahresbericht, den der Konzern bei der US-Aufsichtsbehörde United States Securities and Exchange Commission (SEC) in Washington hinterlegt hat, sind heute mehr als 3,4 Milliarden Zahlungskarten von Visa im Umlauf, die von mehr als 61 Millionen Händlern weltweit akzeptiert werden.

Die von Visa ausgegebenen Karten erkennt man gegenüber Konkurrenzkarten dadurch, dass die 16-stellige Kartennummer mit 4 beginnt.

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Konkurrenten

Wir sehen uns nun die direkten Konkurrenten von Visa etwas genauer an. In der Folge erhalten Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Wettbewerber im Bereich Zahlungskarten.

Mastercard Incorporated 

Der Konzern Mastercard, dessen Aktie an der NYSE notiert, ist der stärkste Konkurrent von Visa. Das amerikanische Unternehmen für Kreditkarten und Debitkarten war bis 2006 eine Genossenschaft und befand sich im Besitz von rund 25 000 Finanzinstituten. Heute ist es ein börsennotiertes Unternehmen. Mastercard gibt Kredit- und Debitkarten unter den Marken Mastercard, Maestro und Cirrus heraus. Die Karten werden in mehr als 33 Millionen Geschäften auf der ganzen Welt akzeptiert. Das Unternehmen gehört damit zu den Branchenführern.

American Express

American Express ist ebenfalls ein ernst zu nehmender Wettbewerber von Visa. Das amerikanische Unternehmen ist auf Zahlungsmittel spezialisiert, von denen vor allem die Zahlungskarten und Reiseschecks bekannt sind. Gemessen an der Anzahl der Karteninhaber und der Akzeptanz der Karten im Handel positioniert sich American Express auf Platz fünf. Gründet wurde American Express 1841 ursprünglich als Transportunternehmen, den heutigen Namen nahm es 1850, nach dem Zusammenschluss mit zwei anderen Transportunternehmen an.

Diners Club International

Gründet wurde dieser Anbieter von Kreditkarten im Jahr 1950 als Diners Club. Es war das erste unabhängige Zahlungskartenunternehmen der Welt und kreierte im Übrigen das Konzept eines unabhängigen Anbieters von Kreditkarten zum Bezahlen von Reisen und Freizeitangeboten mit gesammelter Abrechnung. Diners Club International hat derzeit Franchiseunternehmen in rund 60 Ländern der Erde.


Strategische Allianzen

Sie erhalten nun zwei Beispiele für Partnerschaften, die Visa in der letzten Zeit mit anderen Unternehmen eingegangen ist.

Accor

2020 unterzeichneten Visa und Accor eine strategische Partnerschaftsvereinbarung mit dem Ziel, den Mitgliedern des Treueprogramms ALL-Accor Live Limitless neue Zahlungsmöglichkeiten zu eröffnen. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden das Treueprogramm von Accor und die Zahlungsmöglichkeiten von Visa in der neuen ALL Visa-Kreditkarte kombiniert. Die Mitglieder können dann die neue Kreditkarte für ihre Einkäufe überall dort nutzen, wo Visa akzeptiert wird. Accor wird bei der Ausgabe der neuen ALL Visa-Karte mit Visa-Partnerfinanzinstituten und -banken in wichtigen Märkten Europas, Nord- und Südamerikas, des Nahen Ostens und der Asien-Pazifik-Region zusammenarbeiten.

Crypto.com

Im Frühjahr 2021 ging Visa eine Partnerschaft mit der in Hongkong ansässigen Kryptowährungsplattform Crypto.com ein, um gemeinsam die Crypto.com Visa Card zu lancieren. Mit der Karte können die Nutzer Bitcoins und andere Kryptowährungen in eine Fiatwährung umwandeln und die Karte für Kredit- und Debittransaktionen nutzen. Es soll bis zu 8 % Cashback auf Einkäufe sowie Rabatte bei Spotify, Netflix und Amazon geben. Nutzungsgebühren sollen nicht anfallen.

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Vorteile und Stärken der Visa-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Wenn man Long-Position mit CFDs auf einen steigenden Kurs der Visa-Aktie zeichnen oder diese Aktie in sein Aktienportfolio aufnehmen möchte, sollte man sicher sein, dass das Wertpapier in den kommenden Monaten und Jahren weiterhin Punkte zulegen kann. Voraussetzung dafür ist, dass man weiß, wo die Stärken des Unternehmens liegen und welche Vorteile die Aktie Investoren folglich bieten kann. Damit Sie klarer sehen, erhalten Sie hier einige Informationen über die Stärken des Visa-Konzerns.

Einer der größten Vorzüge von Visa liegt im weltweit sehr starken Markenauftritt. Denkt man an eine Kreditkarte, so fallen einem automatisch die drei großen Namen Visa, Mastercard und American Express ein und nicht der Name der Bank, welche die Kreditkarte ausgestellt hat. Diese Bekanntheit sorgt sowohl bei bestehenden als auch bei potenziellen Kunden und Nutzern für Vertrauen.

Der Visa-Konzern ist darüber hinaus im Kreditkartenmarkt sehr gut positioniert und hat nicht sehr viele Wettbewerber. Aktuell handelt es sich dabei um einen duopolistischen Markt, denn die beiden marktbeherrschenden Akteure sind Visa und Mastercard, da nur sie die breite Masse ansprechen. Das Funktionsprinzip dieser Kreditkarten macht die Unternehmen in den Augen von Kunden, die regelmäßig eher kleinere Beträge mit der Karte bezahlen, sehr attraktiv. Was American Express angeht, so ist dies kein direkter Konkurrent von Visa, da sich dieses Unternehmen hinsichtlich der Zielgruppe viel selektiver als die beiden anderen zeigt. Visa dagegen zielt auf den Massenmarkt ab, der im Sekundentakt hohe Transaktionssummen verspricht. Dieses repetitive Transaktionspotenzial macht letztlich eine der Stärken des Unternehmens aus. Die Nutzung einer Kreditkarte ist heutzutage bei vielen Konsumenten ein richtiggehender Reflex geworden.

Auf der anderen Seite konzentriert Visa seine Aktivitäten mehr auf Debitkarten als auf eigentliche Kreditkarten. Dadurch gelingt es dem Unternehmen, das Kreditrisiko stark zu senken.

Eine weitere Stärke von Visa liegt darin, dass der Konzern bei der Übernahme von Unternehmen in der Vergangenheit eine gute Wahl bewiesen hat, da diese Unternehmen optimal zur Kernkompetenz von Visa passen. Dadurch kommt es nicht zu einer Verzettelung der Kräfte, eine Vorgehensweise, die Investoren in der Regel als riskant und gefährlich einstufen.

In den Marketing- und Kommunikationsbeziehungen zur breiten Öffentlichkeit liegt ebenfalls eine der starken Seiten von Visa. Der Konzern investiert beispielsweise hohe Beträge in das Sponsoring wichtiger Sportveranstaltungen (z. B. die Olympischen Spiele), mit denen er dann ein sehr breites Publikum anspricht. Dadurch gelingt es Visa Bekanntheit und Marke weiterhin zu stärken und der Konkurrenz gelassen die Stirn zu bieten.

Nachteile und Schwächen der Visa-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Um die Wachstumschancen der Visa-Aktie so präzise wie möglich einschätzen zu können, sollte man allerdings nicht nur die Stärken des Unternehmens berücksichtigen, sondern auch seine Schwächen. Es gibt in der Tat einige wenige negative Aspekte, die langfristig möglicherweise das Wachstum bremsen und den Aktienkurs sinken lassen. Nachfolgend ein Überblick über die Schwächen dieses Unternehmens und somit der Aktie.

Der erfolgte Rückkauf von Visa Europe durch Visa sorgte für einen schnellen und hohen Mittelabfluss, zumal der Kaufpreis letztendlich höher als ursprünglich angenommen war. Dies hatte selbstverständlich gravierende Auswirkungen auf die Finanzen des Konzerns.

Man muss darüber hinaus unterstreichen, dass der Konzern in erster Linie die breite Masse im Auge hat. Aus diesem Grund bietet er keine große Auswahl, was hochwertige Kreditkarten angeht, eine Nische, in der American Express dagegen sehr gut verankert ist. Dieses Merkmal könnte längerfristig das Konzernergebnis beeinflussen und das Entwicklungspotenzial in Richtung bestimmter Zielgruppen einschränken.

Zuletzt muss erwähnt werden, dass Visa natürlich wie alle anderen Werte dieser Branche den Widrigkeiten des seit einigen Jahren sehr instabilen Bankensektors und der Finanzwelt stark ausgesetzt sind.

Die hier bereitgestellten Informationen bieten lediglich Anhaltspunkte und dürfen nicht ohne eine umfassende Fundamentalanalyse des Wertpapiers genutzt werden. In diese Fundamentalanalyse müssen externe Daten, aktuelle und anstehende Publikationen sowie alle fundamentalen Ereignisse einfließen, die die Stärken und Schwächen beziehungsweise deren Relevanz verändern können. Diese Informationen stellen auf keinen Fall Empfehlungen für bestimmte Transaktionen dar.

Häufig gestellte Fragen

Wie fiel die letzte Jahresbilanz des Unternehmens Visa aus?

Auf der Website von Visa im Bereich Investor Relations können Sie die aktuell veröffentlichten Finanzzahlen problemlos und völlig kostenlos einsehen. Für das Geschäftsjahr 2019 lagen der Umsatz von Visa bei 22 977 Millionen US-Dollar und das Nettoergebnis bei 12 080 Millionen US-Dollar. Die Aktienmarktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich aktuell auf 404 885 Millionen Dollar.

Welches sind die größten Aktionäre des Konzerns Visa?

Für die Einschätzung des Unternehmens Visa ist es interessant zu wissen, welche großen privaten Aktionäre zur Aktionärsstruktur von Visa gehören. Dies sind: The Vanguard Group (8,49 %), Fidelity Management & Research (5,07 %), T. Rowe Price Associates IM (4,67 %), SSGA Funds Management (4,52 %), BlackRock Fund Advisors (2,57 %), Massachusetts Financial Services (1,57 %), Capital Research & Management WI (1,56 %), Geode Capital Management (1,55 %), Capital Research & Management (1,24 %) und Northern Trust Investments IM (1,21 %).

Sollte man bei der Visa-Aktie die Fundamentalanalyse bevorzugen?

Für ein erfolgreiches Trading der Visa-Aktie sollten Sie in der Tat eine gute Fundamentalanalyse erstellen. Es ist jedoch empfehlenswert, diese durch eine technische Analyse zu vervollständigen, um die erhaltenen Signale zu bestätigen oder infrage zu stellen. Auf diese Weise können Sie abschätzen, ob der Markt den Ankündigungseffekt möglicherweise bereits vorweggenommen hat.

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