Die Swing-Trading-Strategie

Swing-Trading ist eine Tradingmethode über mittelfristige Zeiträume, da man dabei Positionen mit einem Zeithorizont von einigen Tagen bis einigen Wochen zeichnet. In diesem Artikel lesen Sie, dass sich Swing-Trading vor allem auf die technische Analyse der historischen Kurse eines Vermögenswerts stützt, da sich bestimmte Bewegungen eines Trends oftmals wiederholen. Im Grunde genommen ist dies eine der ältesten Spekulationsmethoden der Börse. In der Folge lesen Sie mehr über diese Strategie.  

Jetzt online traden!
72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Dies ist eine Anzeige für das Trading mit CFDs bei Plus500
Die Swing-Trading-Strategie

Was ist Swing-Trading? Wie funktioniert diese Methode?

Swing-Trading ist eine Investitionsmethode, bei der man im Rahmen eines größeren Trends auf kleinere Schwingungen (Swings) tradet, um dadurch Handelschancen nutzen. Früher war Swing-Trading auf den Devisenmarkt beschränkt, heute wird es in vielen anderen Märkten eingesetzt. Die Besonderheit besteht vor allem darin, dass man versucht, die zukünftigen Kursbewegungen ausschließlich auf Basis der technischen Analyse vorherzusehen.

Swing-Trading zielt auf zwar kleinere, aber dafür auf regelmäßig wiederkehrende Gewinne ab. Im Gegensatz zum Day-Trading setzt diese Methode jedoch keine ständige Überwachung der Charts voraus. Der Swing-Trader erstellt eine Analyse, zeichnet eine Position und überwacht diese oder platziert Stop-Orders, um die Position zum richtigen Zeitpunkt zu schließen.

In der Folge gehen wir noch näher auf die diversen Indikatoren ein, die beim Swing-Trading zur Anwendung kommen, wie Fibonacci-Retracements, MACD sowie die Niveaus von Unterstützung und Widerstand.

 

Wo liegen die Vorteile und die Nachteile des Swing-Tradings?

Swing-Trading ist eine Methode, die einige Vorteile bieten kann, sofern sie von einem erfahrenen Trader eingesetzt wird, der sie gut beherrscht. Dennoch bleibt Swing-Trading eine sehr riskante Strategie, und jeder Trader sollte sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein.  Nachfolgend ein Überblick über die Vorteile und Nachteile dieser Methode.

Zu den Vorteilen des Swing-Tradings zählen vor allem folgende Punkte:

  • Klare und im Voraus festgelegte Limits: Bei der Swing-Trading-Strategie definiert der Trader genau, zu welchem Zeitpunkt er eine Position zeichnet und welches Stop-Loss- oder Take-Profit-Punkte sind, um geringe Gewinne mitzunehmen und ggf. Verluste zu begrenzen.
  • Trendfolgestrategie: Im Gegensatz zu anderen Strategien, bei denen man versucht, die Umkehr eines Trends zu antizipieren, verfolgt man beim Swing-Trading das Ziel, sich ausschließlich mit dem Trend zu positionieren. Insofern nutzt man hier die natürlichen Bewegungen der Börse.
  • Verlustbegrenzung: Indem der Swing-Trader Stop-Loss-Orders bereits bei einer geringen Differenz zum Eröffnungskurs platziert, will er generell mögliche Verluste begrenzen. Man schätzt, dass eine Swing-Trading-Strategie in der Regel ein Gewinn-Verlust-Verhältnis von 3:1 aufweist. Dies bedeutet jedoch, dass zahlreiche Positionen mit Verlust geschlossen werden, ein Faktor, den man demzufolge einbeziehen muss.
  • Eine Vielzahl von Positionen: Investoren, die die Swing-Trading-Methode einsetzen, schätzen vor allem die Möglichkeit, eine Vielzahl von Positionen gleichzeitig offen zu haben, um dadurch alle Marktchancen auf kurz- oder mittelfristige Sicht zu nutzen. Auch wenn Swing-Trading weniger « nervös » als Day-Trading ist, hält man auch hier die Positionen tendenziell nur über eine kurze Zeit, wobei man immer versucht, die zyklischen Bewegungen der Börse zu nutzen und mit dem Trend zu traden.

Wie bereits erwähnt, hat Swing-Trading jedoch nicht nur Vorzüge, insofern man sollte sich auch über die Grenzen dieser Methode bewusst sein. Die wesentlichen Risiken liegen in folgenden Punkten:

  • Swing-Trading setzt neben einer gewissen Erfahrung eine perfekte Beherrschung der technischen Analyse voraus, eine Eigenschaft, die nicht allen Anlegern gegeben ist. Es kommt dabei häufig zu Verlusten, die auch ein gewisses Ausmaß annehmen können. Investoren, die dies in ihrer Strategie nicht von vornherein berücksichtigen, sind dabei im Nachteil.
  • Ein Nachteil der Strategie, die zum großen Teil auf Wahrscheinlichkeiten beruht, ist zudem die unvorhersehbare Seite der Börse. Sie wissen vielleicht bereits, dass sich die Börse nicht immer so verhält, wie die Daten aus der technischen Analyse es vermuten lassen. Die Börse ist und bleibt letzten Endes unberechenbar. Insofern kann es häufig dazu kommen, dass ein Vermögenswert genau dem entgegengesetzten Trend folgt, als angenommen, was hohe, nicht einkalkulierte Verluste nach sich ziehen kann.
  • Da der Swing-Trader Positionen über mehrere Tage oder sogar mehrere Wochen offen hält, besteht das Risiko sogenannter Gaps (Kurslücken). Bei einer solchen Kurslücke öffnet der Markt weit vom Schlusskurs der vorherigen Handelssitzung entfernt. Wenn diese Lücke entgegengesetzt zur Position entsteht, kann dies zum Schließen der Position unterhalb des vorgesehenen Stop-Loss-Limits und damit zu einem hohen Kapitalverlust führen.

 

Technische Indikatoren für das Swing-Trading

Wie bereits angesprochen, basiert Swing-Trading vor allem auf der technischen Analyse und demzufolge auf der Auswertung diverser Chartindikatoren. An dieser Stelle erfahren Sie nun mehr über Indikatoren, die Investoren dabei besonders häufig einsetzen.

  • MACD-Indikator: Dieser Indikator ist bei Swing-Tradern besonders beliebt. Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) weist zwei Linien auf, eine Signallinie und eine Linie, die dem gleitenden Durchschnitt entspricht. Schneiden sich die beiden Linien, so entspricht dies bei der technischen Analyse einem Handelssignal. Schneidet die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben, entspricht dies einem Hausse-Signal, schneidet sie die Signallinie dagegen von oben nach unten, deutet das eher auf eine Baisse hin. Der MACD wird auch eingesetzt, um die Volatilität eines Marktes zu bestimmen.
  • Fibonacci-Retracements: Mit diesem Indikator versuchen Investoren meist, die Niveaus von Unterstützung und Widerstand eines Vermögenswerts zu erkennen. Im Laufe der Zeit hat man festgestellt, dass ein Markt oftmals an bestimmten Punkten einbricht, bevor er dann wieder seinem langfristigen Trend folgt. Diese Punkte befinden sich bei bestimmten Prozentsätzen des Kursverlaufs, und zwar bei 61,8 %, 23,6 %, 38,2 % und 50 %. Swing-Trader nutzen diese Niveaus oftmals, um einen Einstiegspunkt, ein Stop-Loss- oder ein Take-Profit-Limit zu bestimmen.
  • Niveaus von Unterstützung und Widerstand: Auch die Punkte von Unterstützung und Widerstand werden beim Swing-Trading oft als technischer Indikator herangezogen. Unterstützung bezieht sich dabei auf einen Kurs, an dem in der Vergangenheit bereits einmal der Kaufdruck stärker als der Verkaufsdruck wurde, was als Signal für einen Trendwechsel interpretiert werden kann. Ein Widerstand ist dagegen ein Kurs, an dem sich der Verkaufsdruck bereits einmal stärker als der Kaufdruck erwiesen hat. Insofern könnte es an diesem Punkt zu einem Abwärtstrend kommen. Auch die Niveaus von Unterstützung und Widerstand werden von Swing-Tradern oftmals eingesetzt, um mögliche Einstiegspunkte in den Markt oder Punkte für Stop-Loss- bzw. Take-Profit-Orders zu bestimmen. Die Vermutung, dass es an diesen Punkten zu einer Trendumkehr kommt, bietet jedoch keine Sicherheit, denn es kann durchaus vorkommen, dass ein Kurs solche Punkte durchbricht, dass sich also der Trend an einem Unterstützungs- oder Widerstandspunkt nicht umkehrt, sondern fortsetzt. Auch dieser Indikator ist also mit größter Vorsicht zu handhaben.
  • Channels: Das Trading innerhalb von sogenannten Channels ist eine weitere beliebte Strategie beim Swing-Trading. In diesem Fall spekuliert man auf einen Aufwärtstrend oder Abwärtstrend, allerdings ausschließlich innerhalb des eingezeichneten Channels. Meist entscheidet sich ein Swing-Trader dann dafür, eine Position zu zeichnen, wenn der Kurs des Vermögenswerts die untere Linie des Channels erreicht, und platziert eine Stop-Loss-Order auf der Höhe der anderen Linie. Doch auch hier gilt, dass die Börse unvorhersehbar ist. Insofern kommt es häufig vor, dass der Kurs sich an diesen Linien nicht umkehrt oder dass die Trendumkehr schon erfolgt, bevor eine solche Linie erreicht wird. Auch die Channel-Strategie ist also nicht ohne Risiko, dessen müssen Sie sich immer bewusst sein.

Sie haben nun gelesen, dass die technische Analyse ein zentrales Element der Swing-Trading-Strategie ist. Die Fundamentalanalyse wird in diesem Fall von Investoren zwar nicht wirklich herangezogen, sollte aber dennoch nicht gänzlich vernachlässigt werden. Es kann durchaus zu Ereignissen kommen, die einen Vermögenswert mehr oder weniger stark betreffen (z. B. eine wichtige aktuelle Information oder Strategie) und eine Beschleunigung oder Umkehr des Trends auslösen, obwohl dies aufgrund der technischen Analyse nicht vorhersehbar ist.

 

Worin besteht der Unterschied zwischen Swing-Trading und Day-Trading?

Anleger stellen sich häufig die Frage, wo genau die Unterschiede zwischen der Swing-Trading-Strategie und der Day-Trading-Strategie liegen.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als seien die beiden Strategien identisch oder zumindest sehr ähnlich. Der wichtigste Unterschied besteht jedoch im Zeitraum, in dem eine Position offen bleibt, und demzufolge im Zeitraum, den man in eine Analyse einbeziehen muss. Dies ist leicht nachvollziehbar, denn beim Day-Trading müssen alle Positionen vor Handelsschluss geschlossen werden, während man beim Swing-Trading Positionen mehrere Tage oder sogar mehrere Wochen offen halten kann. Insofern sind die Zeiteinheiten für die Analyse unterschiedlich, denn hinter dem Day-Trading stehen kurzfristige Investitionsabsichten, beim Swing-Trading dagegen mittelfristige.

Doch es gibt noch weitere deutliche Unterschiede zwischen einer Day-Trading-Strategie und einer Swing-Trading-Strategie. So sind die Positionen, die ein Trader im Rahmen des Day-Tradings zeichnet, oft größer als im Rahmen des Swing-Tradings.

Darüber hinaus erstellt der Trader beim Day-Trading sowohl eine technische Analyse als auch eine Fundamentalanalyse, während er sich beim Swing-Trading im Wesentlichen auf die technische Analyse konzentriert.

Auch das Profil des Traders ist bei beiden Methoden unterschiedlich. Day-Trading setzt einen wesentlich höheren Zeitaufwand voraus, um die Charts auszuwerten und die Entwicklung der Kurse und Positionen zu überwachen. Die Strategie erfordert zudem eine größere Reaktivität und eine höhere Stressresistenz. Für das Swing-Trading benötigt man dagegen weniger Zeit, allerdings muss man Tradingtools wie die verschiedenen Orderarten wesentlich besser beherrschen.

Für welche Investitionsmethode Sie sich also auch entscheiden, Sie sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass das Trading ein hohes Risiko für Ihr Kapital darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert Swing-Trading?

Swing-Trading ist eine Art der mittelfristigen Investition, die man auf Märkten wie dem Devisenmarkt, dem Aktienmarkt oder dem Rohstoffmarkt einsetzen kann. Das Prinzip besteht darin, mittelfristige Positionen (einige Tage bis einige Wochen) zu zeichnen und dabei auf den Trend zu traden.

Welche Charts nutzt man für das Swing-Trading?

Wie erwähnt basiert Swing-Trading im Wesentlichen auf der technischen Analyse. Insofern ist die Wahl des Charts ein zentraler Punkt. Es muss möglich sein, die Zeiteinheiten individuell einzustellen und bestimmte Indikatoren anzeigen zu lassen. Viele Swing-Trader nutzen vor allem Indikatoren wie Fibonacci-Retracements, MACD, Channels, die Niveaus von Unterstützung und Widerstand.

An wen richtet sich Swing-Trading?

Angesichts seiner Besonderheiten eignet sich Swing-Trading vor allem für Investoren, die bereits umfassende Erfahrungen mit der Börse und dem Trading generell haben. Vor allem sollte man jedoch die technische Analyse perfekt beherrschen, da ein Großteil der Strategie auf dieser Technik beruht.

Jetzt online traden!
72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Dies ist eine Anzeige für das Trading mit CFDs bei Plus500