Wie funktioniert die Börse?

Begriffe wie Börse, DAX 30, Indizes oder die Namen von Aktien weltweit tätiger Unternehmen sind heute in aller Munde und jeder hat bereits davon gehört. Aber nur wenige Privatpersonen wissen, was diese oft sehr technischen Begriffe wirklich bedeuten.  

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Wie funktioniert die Börse?

Ein kurzer Überblick über die Börse

Die Geschichte der Börse ist älter als man zunächst vermuten könnte, auch wenn sich ihr Konzept im Laufe der Zeit sehr verändert hat. Entstanden ist sie im Verlauf des 14. Jahrhunderts im belgischen Brügge.

Auch wenn die Börse noch immer ein Handelsplatz ist, so ist sie heute vor allem ein riesiger Markt für den Handel mit Finanztiteln. Diese Finanztitel können Aktien von Großunternehmen, Obligationen, Devisen oder auch Rohstoffe wie Gold oder Öl betreffen. In diesem Fall geht es nicht darum, physische Produkte oder Waren zu handeln, sondern ausschließlich Wertpapiere, die einen veränderlichen Wert repräsentieren.

 

Generelle Funktionsweise der Börse

Man kann die Börse daher als einen Markt definieren, auf dem sich Käufer und Verkäufer treffen. Der Unterschied zum klassischen Handel liegt darin, dass nicht die Verkäufer den Preis ihrer Wertpapiere festlegen, sondern die Käufer. Im Orderbuch werden die so ermittelten Preise aufgeführt.

Der Preis ist umso höher, je mehr ein bestimmtes Wertpapier auf dem Börsenmarkt von Käufern nachgefragt wird. Ist die Nachfrage gering, sinkt dagegen der Preis.

Der Börsenmarkt, auf dem man Wertpapiere handeln kann, nennt sich auch "Primärmarkt". Auf diesem Markt können Unternehmen Wertpapiere ausgegeben, sogenannte "Aktien", die dann sowohl von privaten als auch von professionellen Investoren gekauft werden können. Durch den Verkauf solcher Wertpapiere können Unternehmen das benötigte Kapital für geplante Investitionen aufbringen. Aber Aktien sind nicht die einzigen Vermögenswerte, die auf diesem Markt gehandelt werden, denn man findet hier ebenfalls Obligationen und Finanztitel.

Investoren können dabei spekulative Absichten verfolgen, wenn sie ein Wertpapier kaufen, von dem sie annehmen, dass der Preis in der Folge steigen wird und sie somit einen Gewinn erzielen. Oder sie kaufen sie wegen der sogenannten "Dividende", die vom erwirtschafteten Ergebnis des Unternehmens abhängt, dessen "Aktionär" sie geworden sind.

 

Ein Markt mit internationaler Tragweite

Dank dieser Wertpapiere und dem Aufkommen neuer Technologien hat sich der Börsenmarkt stark entwickelt und auf internationaler Ebene ausgebreitet. Es gibt heute nahezu so viele Börsenplätze wie es kapitalistische Länder gibt, auch wenn dieser Markt in der Mehrzahl der Fälle nur virtuell existiert und es keinen physischen "Handelsraum" gibt. Dieser ist durch komplexe Informatiknetze ersetzt worden.

Damit Sie eine Vorstellung des Stellenwerts der Börse haben, sollten Sie wissen, dass alleine am Börsenplatz Frankfurt täglich Milliarden von Euro gehandelt werden.

 

Die Handelszeiten an der Börse

Vielleicht wissen Sie noch gar nicht, dass Sie beim Onlinetrading an der Börse rund um die Uhr die Möglichkeit haben, Gewinne zu erzielen, da sich die Öffnungszeiten der internationalen Börsenmärkte überschneiden. Weltweit gibt es acht große Finanzplätze, deren Handelszeiten in drei Hauptsitzungen (Sessionen) eingeteilt werden: die asiatische Session, die europäische Session und die nordamerikanische Session.

Selbstverständlich gilt es auch, Sommer- und Winterzeit zu berücksichtigen, die je nach Zeitzone ebenfalls unterschiedlich sind. Nachfolgend einige detaillierte Informationen über die Handelszeiten an den Börsen.

 

Die asiatische Session

Die asiatische Session ist die erste, die zu Beginn einer Woche öffnet. Zu dieser Session zählen die Börsenzentren von Japan, China, Australien, Neuseeland und Russland sowie einige kleinere Zentren. Asiatische Vermögenswerte und Währungspaare, die Devisen dieser Länder enthalten, sind daher während dieser Öffnungszeiten am volatilsten. Gleiches gilt für die Wirtschaftsmeldungen. 

 

Die Handelszeiten der asiatischen Session sind wie folgt: 

  • Öffnung des asiatischen Markts: 4 Uhr im Sommer und 3 Uhr im Winter.
  • Schließung des asiatischen Markts: 8 Uhr im Sommer und 7 Uhr im Winter.

 

Die europäische Session

Die europäische Sitzung wird natürlich am häufigsten von französischen Händlern verfolgt. Sie ist nach der asiatischen Session die zweite, die öffnet, und sie umfasst ebenfalls mehrere bedeutende Börsenplätze, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz. Halten wir fest, dass London der größte Finanzmarkt weltweit ist und dass mehr als 30 % der täglichen Finanztransaktionen dort abgewickelt werden. Das Handelsvolumen während der europäischen Session ist ebenfalls sehr groß, was sich positiv auf die Volatilität und liquideren Bewegungen. Selbstverständlich sind in diesem Zeitraum die europäischen Wertpapiere neben den Forex Devisen-Cross-Rates, die den Euro beinhalten, am volatilsten.

 

Die Handelszeiten der europäischen Session sind wie folgt: 

  • Öffnung des europäischen Marktes: 12 Uhr sowohl im Sommer als auch im Winter.
  • Schließung des europäischen Marktes: 16 Uhr im Sommer und 17 Uhr im Winter.

 

Die nordamerikanische Session

Betrachten wir zuletzt noch die nordamerikanische Session. Dies ist der letzte Börsenmarkt, der öffnet und schließt. Selbstverständlich schenken die Trader auf der ganzen Welt auch dieser Session eine große Beachtung, denn in diesem Zeitraum werden die amerikanischen Vermögenswerte gehandelt. Diese Session schließt die Finanzplätze der Vereinigten Staaten, Kanadas, Mexikos und der südamerikanischen Länder ein. In dieser Zeit ist die Volatilität am Börsenplatz New York am ausgeprägtesten, vor allem was Vermögenswerte wie Rohstoffe und alle anderen in Dollar notierten Werte angeht.

 

Die Handelszeiten der nordamerikanischen Session: 

  • Öffnung des nordamerikanischen Marktes: 17 Uhr sowohl im Sommer als auch im Winter.
  • Schließung des nordamerikanischen Marktes: 21 Uhr im Sommer und 22 Uhr im Winter.

 

Die interessantesten Handelszeiten an der Börse

Nach diesen Ausführungen wird Ihnen klar geworden sein, dass sich die verschiedenen Sessionen weltweit - im Gegensatz zu Forex - nicht überschneiden, sondern dass eine auf die andere folgt. Es gibt daher keine besonders volatilen Zeiten. 

Allerdings müssen Sie wissen, zu welcher Zeit Sie auf dem entsprechenden Markt tätig werden, je nachdem, welche Börsenwerte Sie traden.

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